Growth Mindset für die Sekundarstufe I

Tempel des Prometheus

Fehler gehören zum Lernen. Zehn Minuten am Tag.

Tempel des Prometheus ist eine App, mit der Ihre Klasse sechs Wochen lang übt, an Schwierigkeiten zu wachsen statt an ihnen aufzugeben. Psychologisch fundiert, im Schulalltag machbar und so gebaut, dass Sie von einzelnen Kindern nichts Privates sehen.

Sechs Wochen · zehn Minuten täglich · ohne Mehraufwand für Sie

Prometheus hält eine kleine Flamme in der Hand

Warum

Wer glaubt, dass Können wachsen kann, bleibt dran.

Die Psychologin Carol Dweck nennt es Growth Mindset: die Überzeugung, dass Fähigkeiten durch Übung, Strategien und Hilfe wachsen. Kinder mit dieser Haltung sehen in einem Fehler eine Information, nicht ein Urteil über sich.

Albert Bandura hat gezeigt, wie viel davon abhängt, ob wir uns eine Aufgabe zutrauen. Diese Selbstwirksamkeit entsteht nicht durch Appelle, sondern durch kleine eigene Erfolge, durch Vorbilder und durch ermutigende Rückmeldung.

Genau dort setzt der Tempel des Prometheus an: nicht mit einer Unterrichtseinheit über Mindset, sondern mit einer täglichen, kurzen Übung, die Haltung im Alltag verankert.

Starres Selbstbild

  • „Ich kann das nicht.“
  • „Fehler zeigen, dass ich nicht gut genug bin.“
  • „Ich nehme lieber die leichte Aufgabe.“

Wachsendes Selbstbild

  • „Ich kann das noch nicht.“
  • „Fehler zeigen mir, was ich als Nächstes übe.“
  • „Ich probiere die schwerere Aufgabe.“

Das Konzept

Vier Wirkprinzipien, ein täglicher Ablauf

Jedes Element der App ist an ein erforschtes psychologisches Prinzip angelehnt. Zusammen ergeben sie zehn Minuten, die sich eher wie ein Spiel anfühlen als wie eine Übung.

Karte aus der App: ein Keimling in einem leuchtenden Kreis unter aufgehender Sonne

Werte stärken

Der Tag beginnt mit einem kurzen Satz, der aus den Werten der Schülerin oder des Schülers entsteht und vorgelesen wird. Wer sich an das erinnert, was ihm wichtig ist, begegnet Druck gelassener.

Angelehnt anWerte-Affirmation (Self-Affirmation)

Bild aus dem Wischspiel: ein Mädchen mit Helm und Knieschonern steht mit seinem Fahrrad auf einem Parkweg

Haltung trainieren

Im Wischspiel ziehen die Kinder Bilder von Menschen, die an Schwierigkeiten wachsen, zu sich heran und schieben Bilder des Aufgebens weg. So schnell wie möglich, damit die spontane Haltung geübt wird, nicht die überlegte.

Angelehnt anApproach-Avoidance-Training (AAT)

Impulskarte aus der App: eine Glühbirne über einem aufgeschlagenen Buch, umrankt von Blättern

Ins Handeln kommen

Kleine Impulse für den Alltag, leichte und schwerere. Die Kinder wählen selbst. Wer sich an eine schwerere Aufgabe traut, erlebt, dass Anstrengung sich lohnt.

Angelehnt anSelbstwirksamkeit durch eigene Erfolge

Goldene Sprechtafel des Coachs, wie sie in der App erscheint

Nachdenken mit dem Coach

Zum Schluss ein kurzes Gespräch mit einem KI-Coach. Er fragt nach dem, was gelungen ist, blickt auf morgen und schließt mit einem kleinen Ritual: Was ist dein Schatz des Tages?

Angelehnt anstärkenorientierte Reflexion

Ein Tag

Zehn Minuten, eine Hand voll Karten

Der Tag liegt als Hand von Karten bereit. Jede Karte wird gespielt, zeigt ihren Inhalt und bringt Punkte. Die Aufgabenkarten wählen die Kinder in eigener Reihenfolge; das Gespräch mit dem Coach kommt immer zuletzt.

  1. Satz des Tages

    Ein Satz aus den eigenen Werten.

  2. Wischspiel

    Eine kurze, schnelle Runde mit Bildkarten.

  3. Impulse

    Aufgaben für den Alltag, frei wählbar.

  4. Gespräch

    Rückblick, Ausblick, Schatz des Tages.

Was ein Kind im Gespräch erzählt, bestimmt die Karten des nächsten Tages. Die App lernt mit, ohne zu bewerten.

Sechs Wochen

Ein Rhythmus, der trägt

Am ersten Tag nehmen sich die Kinder eine Schulstunde Zeit: Sie lernen den Coach kennen, sprechen in einem kurzen Interview über ihre Werte und gestalten ihren Avatar. Ab dann reichen zehn Minuten am Tag.

Jede Woche beginnt am Montag mit einem kurzen Startgespräch: Was ist dir wichtig, was willst du tun? Am Freitag folgt ein Rückblick, der zuerst auf das Gelungene schaut.

  1. Einstieg + MessungWoche 1
  2. Woche 2
  3. Woche 3
  4. Woche 4
  5. Woche 5
  6. MessungWoche 6

Zu Beginn und am Ende beantworten die Kinder dieselben kurzen Fragen zu Mindset und Selbstwirksamkeit. So wird Entwicklung für die Klasse sichtbar.

Über die sechs Wochen entzünden die Kinder einen Sternenhimmel aus sechs Sternbildern. Ein Funke kommt für jeden gespielten Tag. Der Himmel misst Teilnahme, nicht Leistung.

  • Der Funke
  • Die Esse
  • Das Gefäß
  • Die gesprengte Kette
  • Der Herd
  • Die Last

Gemeinsam

Die Klasse wächst mit

Gruppen mit eigenem Wappen

Die Klasse teilt sich in vier Gruppen. Avatar und Wappen wählt jede Gruppe selbst, und zwar nicht mit knapper Mehrheit, sondern erst, wenn fast alle zustimmen.

Wertschätzung zählt

Die Kinder erzählen, wer sie heute wertgeschätzt hat. Geplant ist, dass sich gegenseitige Nennungen für beide lohnen. Entscheidend ist, dass sich jemand gesehen gefühlt hat.

Punkte für alle

Die Klasse soll gemeinsam Punkte für Teilnahme sammeln, nicht für Leistung. Niemand gewinnt auf Kosten eines anderen.

Für Lehrkräfte

Läuft allein. Wirkt besser mit Ihnen.

Tempel des Prometheus braucht Sie nicht, um zu funktionieren. Der Tagesablauf läuft auch dann, wenn im Schulalltag keine Zeit bleibt. Am meisten erreicht die App aber die Kinder, die es am dringendsten brauchen, wenn sie im Unterricht ihren Platz hat.

  • Sie legen die Klasse an und verteilen Zugänge per QR-Code.
  • Sie bestimmen, in welchen Zeitfenstern die App genutzt wird.
  • Sie sehen, wie die Klasse insgesamt vorankommt, nie die Antworten einzelner Kinder.
  • In Vorbereitung: ein eigener kleiner Ablauf mit Impulsen für Sie, etwa Druck herausnehmen und kleine Veränderungen wertschätzen.

Typische Bedenken

Fragen, die uns Lehrkräfte stellen

Sehe ich, was einzelne Kinder schreiben?

Nein. Das Gespräch mit dem Coach gehört dem Kind. Sie und die Schule sehen nur Zahlen über die ganze Klasse, nie Antworten, Punktestände oder Reaktionszeiten einzelner Kinder. Damit auch Klassenzahlen nicht auf eine Person schließen lassen, werden sie erst ab einer Mindestgröße gezeigt.

Was passiert, wenn ein Kind in Not ist?

Das ist die einzige Ausnahme vom Grundsatz der Privatheit. Erkennt die App im Gespräch einen ernsten Sicherheitsfall, greift ein festgelegtes Verfahren. Deshalb läuft der Chat nur online.

Werden die Kinder bewertet?

Nein. Es gibt keine Noten und keine Kontrolle. Sagt ein Kind, es habe eine Aufgabe erledigt, glaubt die App das. Auch weniger Punkte oder Zusatzhilfe werden als Unterstützung gezeigt, nie als Strafe.

Noch ein Bildschirm im Unterricht?

Zehn Minuten am Tag, klar begrenzt. Sie legen fest, wann die App nutzbar ist. Außerhalb dieser Zeitfenster bleibt sie still. Die meisten Übungen funktionieren auch ohne Internet.

Wie viel Arbeit macht das für mich?

Einmal die Klasse einrichten und eine Einführungsstunde. Danach läuft der Ablauf von selbst. Was Sie zusätzlich tun, ist Zugabe, keine Voraussetzung.

In welchen Sprachen gibt es die App?

Derzeit auf Deutsch. Englisch und Türkisch sind in Vorbereitung.

Wie steht es um den Datenschutz?

Die App ist nach dem Grundsatz „privat als Vorgabe“ gebaut: Persönliches bleibt beim Kind, die Schule sieht nur Klassenzahlen. Der Umzug auf eigene Server in der EU ist geplant. Die Details klären wir gern mit Ihrer Schulleitung und dem Datenschutzbeauftragten.

Was kostet das?

Das hängt von Ihrer Schule ab, von einer einzelnen Klasse bis zur ganzen Schule. Wir besprechen es im Erstgespräch.

So starten Sie

In vier Schritten zur Pilotklasse

  1. Erstgespräch

    Ein unverbindliches Gespräch. Wir klären, ob Tempel des Prometheus zu Ihrer Klasse passt.

  2. Einführungsstunde

    Die Kinder lernen den Coach kennen und finden ihre Werte. Sie richten die Klasse ein; wir helfen dabei.

  3. Sechs Wochen

    Zehn Minuten am Tag, montags ein Start, freitags ein Rückblick. Bei Fragen sind wir erreichbar.

  4. Rückblick

    Wir schauen gemeinsam auf die Vorher-nachher-Messung der Klasse und darauf, was sich verändert hat.

Tempel des Prometheus ist in der Pilotphase. Einige der beschriebenen Bausteine entstehen gemeinsam mit den ersten Pilotklassen, Ihre Rückmeldungen fließen direkt in die Entwicklung ein.

Probieren Sie es mit einer Klasse aus.

Schreiben Sie uns, in welcher Klassenstufe Sie unterrichten. Wir melden uns für ein kurzes Erstgespräch.

christian@playersjourney.de